Erklärung von f & w fördern und wohnen AöR

    zur Berichterstattung auf Lokstedt.de

    f & w fördern und wohnen AöR ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Zu den Aufgaben von f & w zählt u. a. der Betrieb von Wohnunterkünften für Flüchtlinge. Aufgrund internationaler Krisen und Konflikte suchen immer mehr Menschen Asyl in Deutschland: Allein nach Hamburg kommen derzeit rund 500 Flüchtlinge pro Monat und benötigen zunächst ein Dach über dem Kopf.

    Gegenüber großen Gemeinschaftsunterkünften, wie z.B. der Wohnunterkunft Lokstedter Höhe, in der Küchen und Sanitärbereiche von mehreren Menschen geteilt werden, heben Wohnungen den Lebensstandard der Flüchtlinge deutlich und mindern das Aufkommen von Konflikten.

    In der Wohnanlage An der Lohbek / Grandweg hat f & w zum Stand 1. November 48 Wohnungen dieser Art angemietet, um rd. 175 Menschen aus Krisengebieten ein Zuhause auf Zeit sowie Starthilfe für ein neues, sicheres Leben zu geben.

    Zu den am 27. August 2014, am 5. Oktober 2014 und am 24. Oktober 2014 bei Lokstedt-online erschienenen Artikeln „Meinungsfreiheit – Ich lasse mich nicht vorladen“1 , „Sitar und Saz im Duett“2 sowie „Du sollst nicht lügen!“3 gibt f & w folgende Erklärung ab:

    • Unser Anliegen ist ein persönlicher Austausch mit allen beteiligten Mietern, Anwohnern und unseren Bewohnern der Anlage, über die Verbesserung des nachbarschaftlichen Miteinanders. Daher sind wir jederzeit für persönliche Gespräche mit den Mietern der Wohnanlage Grandweg / An der Lohbek, den Anwohnern und unseren Bewohnern offen. Dies gilt neben den beiden Mitarbeitern vor Ort auch für die Bereichsleitung des Bezirk Eimsbüttel in unserer Hauptverwaltung.

    • In der Wohnanlage An der Lohbek / Grandweg belegen wir die Wohnungen im Rahmen der Öffentlichen Unterbringung. Die Belegungsdichte pro Wohnung ist in der Regel höher, als bspw. im sozialen Wohnungsbau üblich. Eine Überbelegung ist zu keiner Zeit gegeben gewesen.

    • Der Personalschlüssel für das Unterkunfts- und Sozialmanagement liegt in der Öffentlichen Unterbringung bei 1:80 und für den Technischen Dienst bei 1:160. Die Mitarbeiter in den Einrichtungen sind u. a. Ansprechpartner für unsere Bewohner, für Nachbarn, Ehrenamtliche, Behörden, Ämter, Schulen und Kindergärten. Das breite Aufgabenfeld der Mitarbeiter in den Einrichtungen wird mit dieser Personalverteilung an allen der über 60 Wohnunterkünfte der Öffentlichen Unterbringung in Hamburg sehr gut wahrgenommen.

    • Sollten sich Mieter der Wohnanalage – wie in der Bewohnerumfrage geschildert – in ihrer Sicherheit bedroht fühlen, bitten wir in jedem einzelnen Fall um eine sofortige und konkrete Information zur Bedrohungssituation sowie zu den beteiligten Personen. Nur so können wir die Situation, ggf. unter Einbindung der Polizei, schnell aufklären.

    • Als Reaktion auf Beschwerden der Mieter hatte f & w in den vergangenen Monaten bereits folgende Maßnahmen ergriffen:

      1. Bewohnertreffen zur Erläuterung der Hausordnung und der Ruhezeiten sowie Bedarfe der Nachbarschaft.
      2. Zusätzliche Sperrmüllabholung und Aufstockung der regelmäßigen Müllentleerung.
      3. Ursachenfindung von als unangenehm empfundenen Gerüchen (feuchte Sandsäcke aus der Zeit vor Anmietung durch f & w) und Information des Vermieters, dass diese entfernt werden.
      4. Vorübergehende Einrichtung eines Wachdienstes zur Prüfung der Einhaltung der Hausordnung

    • f & w begrüßt und fördert für ihre Aufgabenbereiche das bürgerschaftliche Engagement in Hamburg. Über 400 Freiwillige sind derzeit in unseren Einrichtungen aktiv und leisten wertvolle Beiträge zum Erhalt des sozialen Friedens im Umfeld der jeweiligen Wohnunterkunft sowie zur Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen. Die Freiwilligen handeln dabei stets eigenverantwortlich und selbstbestimmt.

    • Das Sommerfest im Park an der Lohbek wurde von den Mitarbeitern von f & w, von Ehrenamtlichen und von einigen Bewohnern organisiert. Essen und Getränke wurden kostenfrei an die Besucher des Sommerfestes ausgegeben. Aus unserer Sicht haben alle Beteiligten mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu einem schönen und erfolgreichen Sommerfest in fröhlicher Atmosphäre beigetragen. Wir bedauern es, dass sich laut Lokstedt-online mehrere Mieter der Wohnanlage nicht angesprochen gefühlt haben. Auf Nachfrage hätten wir dieses Missverständnis gerne im Vorfeld klargestellt.

    • Ein nach Geschlechtern getrenntes Spielen der Kinder während des Sommerfests war selbstverständlich nicht beabsichtigt. Ein entsprechender Hinweis vor Ort hätte uns ermöglicht, die Situation während des Festes aufzulösen.

    • Als Hamburger Unternehmen sehen wir uns in der besonderen Verantwortung sachlich zu informieren und Stellung zu nehmen. Dabei stehen wir auch für kritische Fragen jederzeit zu Verfügung und unterstützen eine freie Berichterstattung.

    • Aussagen über die zukünftige Nutzung der Wohnanlage können nur durch den Eigentümer, die Potenberg Dienstleistungsgesellschaft für Haus- und Grundbesitz mbH, erfolgen. Daher kann f & w als Mieter keine Aussagen über die zukünftige Nutzung tätigen.

    1 http://www.lokstedt.de/staat_soziales/staat_soziales138.html
    2 http://lokstedt-online.de/staat_soziales/staat_soziales143.html
    3 http://www.lokstedt.de/staat_soziales/staat_soziales148.html

    Hamburg, den 14.11.2014

    Ihr Kontakt zu uns

    f & w fördern und wohnen AöR

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    20097 Hamburg

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    Fax. (040) 42 83 5 - 3584

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