f & w startet Winternotprogramm für Obdachlose am Firmensitz

    Am 1. November beginnt in Hamburg das Winternotprogramm, mit dem die Stadt obdachlose Menschen nachts vor dem Erfrieren schützt. Das städtische Sozialunternehmen f & w fördern und wohnen AöR stellt insgesamt 760 Plätze zur Verfügung.

    Dieses Jahr geht ein neuer Standort in Betrieb. In Hammerbrook, wo f & w seine Hauptverwaltung hat, wurde ein Teil des Verwaltungsgebäudes zur Übernachtungsstätte mit 400 Plätzen umgebaut. 80 Plätze sind für Frauen reserviert, 40 für Paare. 

    Das Winternotprogramm öffnet nachmittags um 17 Uhr und schließt am folgenden Morgen um 9:30 Uhr. Ein 21-köpfiges Team aus Sozialmanagern, Unterkunftsmanagern und Technikern ist für den neuen Standort zuständig. Ein Wachdienst sorgt für die Sicherheit. Jeden Abend bereitet ein Team aus Freiwilligen des Fördervereins Winternotprogramm ein Abendessen für die obdachlosen Menschen zu.

    Neben der sicheren Übernachtung im Warmen bietet das Winternotprogramm von f & w auch Sozialberatung an. „Wir besprechen mit den Menschen, welche Perspektiven sie haben, um ihre Lage zu verbessern“, sagt Katrin Wollberg, Leiterin des Winternotprogramms bei f & w. Manche Menschen seien zum Beispiel krank und wüssten nicht, wie sie eine Pflegestufe beantragen können. Dann vermitteln die Beraterinnen die nötigen Kontakte. „Diese Gespräche sind sehr wichtig“, sagt Katrin Wollberg. „Im Rahmen der Beratung konnten wir letzten Winter 280 obdachlosen Menschen einen Platz in einer Wohnunterkunft vermitteln.“

    Beim ersten Einchecken erhält jeder Gast Bettwäsche, ein Handtuch und Schampoo. Wer jeden Abend kommt, kann dauerhaft dasselbe Bett nutzen und erhält wöchentlich frische Bettwäsche. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Aufenthaltsbereich mit Tischen und Stühlen. Hier kann man etwas essen, Kaffee trinken und reden. Auch Waschmaschinen stehen zur Verfügung. Auf den Etagen befinden sich die Übernachtungsbereiche mit 2- bis 8-Bett-Zimmern. Jeder Gast hat dort einen abschließbaren Schrank. Pro Etage stehen 15 Toiletten und 13 Duschen zur Verfügung, davon jeweils eine behindertengerechte. 

    Katrin Wollberg und das Team an der Friesenstraße hatten viel zu tun in den letzten Wochen – den Umbau organisieren, Möbellieferungen koordinieren, Mitarbeitende schulen. Jetzt freuen sie sich, dass sie obdachlose Menschen in einer barrierearmen Übernachtungsstätte mit solider Ausstattung willkommenheißen können. Dass fördern und wohnen mit dem neuen Standort auch ein Zeichen setzt, findet Katrin Wollberg genau richtig: „Weil im Bezirk Mitte kein zentraler Ort gefunden wurde, öffnet f & w die Türen für obdachlose Menschen im eigenen Haus. Das steht einem sozialen Unternehmen wie uns gut an.“

    Öffentlichkeitsarbeit/ Pressesprecherin

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