Hamburger Kongress präsentiert Zukunftsmodelle: Wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am Alltag teilhaben

    Fachkongress mit 400 Entscheidern am 22. und 23. Februar in Hamburg

    Unter dem Motto „Teilhabe – geht doch!“ erörtern am 22. und 23. Februar 2018 rund 400 Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Verwaltung und sozialen Dienstleistungsunternehmen aus ganz Deutschland, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am täglichen Leben teilhaben können. Auf dem Kongress werden unter anderem Quartiers- und Beteiligungsprojekte sowie das bundesweit beachtete Hamburger Trägerbudget vorgestellt. Veranstalter des Kongresses sind vier Hamburger Anbieter der Eingliederungshilfe, unterstützt von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI).

    Im Mittelpunkt des Fachkongresses „Teilhabe – geht doch!“ steht die Vereinbarung zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie beinhaltet das bundesweit beachtete Hamburger Trägerbudget und zielt darauf, Angebote für Menschen mit Behinderung passgenauer, flexibler und wirksamer im Sinne inklusiver, sozialräumlicher Lösungen zu gestalten – und die betreffenden Personen hieran zu beteiligen. Zu den Umsetzungserfahrungen wird eine Vielzahl an neuen Quartiersprojekten, Partizipationsmodellen und Beschäftigungsformen vorgestellt.

    Die Veranstalter des Kongresses, die BHH Sozialkontor gGmbH, die Evangelische Stiftung Alsterdorf, die f & w fördern und wohnen AöR und Leben mit Behinderung Hamburg gGmbH präsentieren gemeinsam mit der BASFI die in Hamburg entwickelten Ansätze.

    Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration: „Die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe erfordert von allen Beteiligten Innovationsbereitschaft und ein hohes Maß an Vertrauen zueinander. Damit dieser Prozess gelingen kann, haben wir an Lösungen gearbeitet, bei denen die Menschen im Mittelpunkt eines Netzwerkes von Angeboten in ihrem Umfeld stehen. Wir verstehen uns dabei als Partner, die diesen Prozess gemeinschaftlich voranbringen. Miteinander statt übereinander reden und gemeinsam handeln – das ist unsere Devise. Ich hoffe, dass der Kongress in diesem Sinn wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit geben kann.“

    In Themen-Foren werden Inklusionsmodelle der Zukunft diskutiert

    Auf dem Kongress werden in zehn Foren Inklusionsmodelle für die Zukunft präsentiert und diskutiert: Wie kann die Wohnungswirtschaft mit künftigen Nutzern inklusive Wohnkonzepte entwickeln? Wie können Menschen mit Handicap sich persönlich weiterbilden, sinnvolle Beschäftigung und gute Arbeitsplätze finden? Wie können „Quartierlotsen“ Menschen mit Assistenzbedarf an ihrem Wohnort darin begleiten, ihren Alltag nach eigenen Vorstellungen zu gestalten? Und was bedeuten Partizipation und Selbstbestimmung der Nutzerinnen für die Organisation und Finanzierung von Dienstleistungen und Dienstleistern?

    Im Anschluss an den Kongress haben die Tagungsteilnehmer Gelegenheit, vorbildliche Hamburger Inklusionsprojekte in Harburg, Groß Borstel und Altona-Altstadt zu besuchen, darunter Hausgemeinschaften, Arbeitsangebote, Nachbarschaftstreffpunkte und Initiativen der Quartiersentwicklung.

    Die Veranstalter:
    BHH Sozialkontor gGmbH
    Die BHH Sozialkontor gGmbH bietet vielfältige Wohn- und Unterstützungsangebote für über 800 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen im Großraum Hamburg. Pflegerische und therapeutische Dienstleistungen, Treffpunkte, Hort- sowie Freizeit- und Bildungsangebote vervollständigen das Angebot.

    Evangelische Stiftung Alsterdorf
    Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein diakonisches Dienstleistungsunternehmen mit über 6.000 Mitarbeitenden. Sie bietet Unterstützung und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung in den Bereichen Wohnen und Alltagsassistenz, Arbeit und Beschäftigung, Bildung, Kultur und Gesundheit sowie Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, Seniorenhilfe und Pflege.

    f & w fördern und wohnen AöR
    Die f & w fördern und wohnen AöR ist ein Tochterunternehmen der Stadt Hamburg mit rund 1.500 Mitarbeitern. f & w gibt obdach- und wohnungslosen Menschen ein Dach über dem Kopf, u.a. Flüchtlingen und Asylbewerbern, aber auch Menschen aus Hamburg. Senioren und Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, können bei f & w auf Dauer wohnen. Für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen bietet f & w Wohnung und Teilhabe.

    Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH
    Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein ist ein Zusammenschluss von über 1500 Familien mit einem behinderten Angehörigen. Die Sozialeinrichtungen als die Tochtergesellschaft des Elternvereins, bieten Menschen mit Behinderung Assistenz bei der Arbeit, in der Wohnung, in der Freizeit- und bei Bildungsangeboten. Gemeinsames Ziel ist die gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt. Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen werden beraten und gefördert.

    Unterstützt durch:
    Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI)
    Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) der Freien und Hansestadt Hamburg schafft als Landesministerium politische Rahmenbedingungen, um Menschen in den Hamburger Arbeitsmarkt zu integrieren. Darüber hinaus ist sie die Fachaufsicht über die Jugendhilfe, die Kinderbetreuung und koordiniert integrationspolitische Prozesse. Weitere zentrale Aufgaben sind die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben und diesbezüglich die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Hamburg.

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