Neue Streuobstwiese für f & w Sachsenwaldau

    Der Orkan Niklas konnte sie nicht abhalten: Klientinnen und Klienten aus Sachsenwaldau pflanzten Ende März gemeinsam mit Audi-Mitarbeitern und dem Projekt „Das Geld hängt an den Bäumen“ 70 Apfelbäume. Schon in zwei bis drei Jahren sollen die Bäume Früchte tragen und weitere Beschäftigungsplätze für sucht- und psychisch erkrankte Menschen schaffen.

    Bildquelle: Martin Brinckmann

    Bildquelle: Martin Brinckmann

    Die Kooperation zwischen der sozialtherapeutischen Einrichtung f & w Sachsenwaldau und dem Projekt „Das Geld hängt an den Bäumen“ (DGhadB) ist noch jung. Doch kaum ist das Frühjahr da, wird das nächste gemeinsame Projekt angepackt. Auf dem Gelände der f & w Einrichtung Sachsenwaldau entsteht eine Streuobstwiese.

    Die dafür benötigten Apfelbaumstecklinge wurden von Audi Region Nord gesponsert, deren Mitarbeiter sich noch dazu an der Pflanzaktion beteiligten und dabei Wind und Wetter trotzten.

    „Mit der Streuobstwiese wurde einer der Grundsteine gelegt, weitere Beschäftigungsplätze für die suchterkrankten Klientinnen und Klienten der Einrichtung zu schaffen. Viele von ihnen sind durchaus in der Lage, über einen längeren Zeitraum einer verwertbaren Tätigkeit nachzugehen“, erklärte Jochen Krull, Einrichtungsleiter von f & w Sachsenwaldau.

    Das Team f & w Sachsenwaldau und die Klientinnen und Klienten bedanken sich noch einmal ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern und hoffen auf reichhaltige Apfelernten.

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    Bildquelle: Martin Brinckmann




    Veröffentlichung in der Bergedorfer Zeitung vom 01.04.2015

    Mit 170 Bäumen Integration und Insekten fördern

    PFLANZAKTION In Sachsenwaldau und Lohe Stecklinge gesetzt

    Reinbek (kb). Wenn „Prinz Albrecht von Preußen“ mit „Peter Martens“, „Jakob Lebel“, „Rosa Claußen“ und dem „Finkenwerder Herbstprinz“ gemeinsame Sache macht, könnte es sich um ein Theaterstück handeln – oder aber „Apfelpapst“ Eckart Brandt hat seine Finger im Spiel. Dem Kenner wird gleich klar gewesen sein, dass die fünf Namen zu alten Apfelsorten gehören. Von diesen und weiteren elf sind gestern 70 Bäume für eine Streuobstweise in Sachsenwaldau gepflanzt worden.

    Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: Jan Schierhorn, Gründer des Sozialprojektes „Das Geld hängt an den Bäumen“, liefert die Idee. Die sozialtherapeutische Einrichtung f & w fördern und wohnen, die etwa 150 Menschen mit Suchterkrankungen bei der Eingliederung in die Gesellschaft begleitet, gibt das Land, und die Klienten betreuen unter Anleitung die jungen Bäume. Audi-Nord schließlich finanziert die Bäume, die Eckart Brandt ausgesucht hat.

    Petrus meinte es nicht so gut mit den elf gummistiefelbewehrten Audi-Mitarbeitern, den sechs Betreuern von f & w, Jan Schierhorns Team und den sechs Klienten. Die spätere Streuobstwiese verwandelte sich auch dank der 70 Pflanzlöcher schnell in eine Modderwiese. Doch das konnte den Arbeitseifer nicht schmälern.

    Apfelexperte Brandt lobte nicht nur den guten Boden, sondern auch das Projekt: „Die Arbeit mit den Apfelbäumen hilft, die Menschen zu erden.“ Auch Jan Schierhorn, der mit seinem Team im Herbst bereits mit Klienten aus Sachsenwaldau Äpfel für den Most von „Das Geld hängt an den Bäumen“ geerntet hat, ist begeistert davon, dass die Idee greift. „Für die Klienten ist es ein großes Glück. Sie wissen, wofür sie hier arbeiten, und übernehmen Verantwortung für die Pflanzen“, freut er sich. Antje Kreyenborg begleitet und unterstützt seine Arbeit für Audi-Nord. „Uns ist wichtig, dass wir das Projekt nicht nur finanziell unterstützen, sondern es mit Leben erfüllen.“ Für Jochen Krull, Leiter der f-&-w-Einrichtung, ist die Kooperation neben dem Angebot für die Klienten auch ein weiterer Schritt auf dem Weg, Sachsenwaldau aus der Isolation am Rande des Sachsenwaldes herauszuholen. „Wir gehören in die Gesellschaft hinein.“ Und möglicherweise werden 2016 schon knackige Früchte für den direkt gepressten Apfelsaft geerntet werden können.

    In der Lohe pflanzt die Stiftung 100 Stecklinge der Silberweide
    Ein paar Kilometer weiter wurde mit einer Pflanzaktion in der Lohe vor allem an das Wohl der Bienen gedacht: Die Stiftung Naturschutz setzte in der Lohe mehr als 100 Stecklinge der Silberweide ein. Von dem reichen Angebot an Pollen und Nektar der „Bienenbäume“ sollen Insekten profitieren. Die zweieinhalb Meter hohen und drei Zentimeter dicken Steckhölzer wurden mithilfe eine Erdbohrers etwa 70 Zentimeter tief in den Boden gepflanzt.

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    © Quelle: Bergedorfer Zeitung 2015
    www.bergedorfer-zeitung.de

    Adresse der Einrichtung

    Sachsenwaldau

    Sachsenwaldau 8
    21465 Reinbek

    Tel. 041 04 / 97 13 51
    Fax. 041 04 / 97 13 70

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