Pressemitteilung
    Bergedorfer Flüchtlinge bauen Möbel – ein Integrationsprojekt

    Zwanzig Stühle, fünf Tische und zehn Hocker, gestaltet von Bergedorfer Künstlern und Schülern, gebaut von Flüchtlingen, die jetzt in Bergedorf leben – ab sofort gehört dieses besondere Möbelsortiment zur Ausstattung der Wohnunterkunft für Flüchtlinge am Friedrich-Frank-Bogen. Der Verein Bergedorfer für Völkerverständigung e. V. hat es heute an fördern & wohnen, den Betreiber der Unterkunft, übergeben.

    Das Möbelprojekt ist aus einer Initiative von ehemaligen Berufsschullehrern, Künstlern und der Bergedorfer Waldorfschule hervorgegangen. Viele private Spender unterstützen es, um jungen Flüchtlingen die Integration zu erleichtern. „Wir wollen ihnen eine interessante, sinnvolle Tätigkeit anbieten und gleichzeitig Begegnung mit Einheimischen schaffen,“ sagt Bernd Kautz von den Bergedorfern für Völkerverständigung und ehemals Berufsschullehrer an der Gewerbeschule für Bautechnik G19, die ihre Werkstatt zur Verfügung stellt. „Wenn man gemeinsam an etwas arbeitet, entstehen persönliche Beziehungen.“



    Die Möbel haben ein schlichtes, geradliniges Design. Durch einzelne künstlerisch gestaltete Elemente erhält jedes Stück seinen individuellen Charakter. Immer freitags werden die Möbel in der Schulwerkstatt hergestellt. Acht Flüchtlinge arbeiten daran mit. fördern & wohnen übernimmt die bislang gefertigten Möbel zum Materialpreis. Geschäftsbereichsleiter Till Kobusch freut sich über die neuen Möbel und das gesamte Projekt: „Als fördern und wohnen geben wir Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, ein Dach über dem Kopf. Aber erst, wenn ihre Nachbarn sie in das Leben des Stadtteils einbeziehen, kommen sie wirklich an.“


    
Das gelinge über das Möbelprojekt sehr gut, wie alle Beteiligten finden. „Die Flüchtlinge bringen umfangreiche Fertigkeiten und Erfahrungen mit“, sagt Bernd Kautz. Aus dem Projekt heraus sei es sogar gelungen, mehrere Teilnehmer in Praktika und Festanstellungen zu vermitteln. „Ein Klempner, ein Architekt und ein medizinischer Assistent konnten in eine Erwerbstätigkeit gebracht werden.“



    Die Wohnunterkunft am Friedrich-Frank-Bogen wurde Ende 2014 eröffnet. In Wohncontainern leben hier vorwiegend alleinstehende Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan und Südosteuropa, aber auch Familien. Betreiber ist die städtische Tochter f & w fördern und wohnen AöR.



    Der Verein Bergedorfer für Völkerverständigung e.V. wurde 1988 gegründet, um Unterstützung bei der täglichen Lebensführung zu leisten, zum Beispiel mit Deutschkursen, Hausaufgabenhilfe oder Ferienprogrammen. Er koordiniert vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

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