Unterkunft mit Perspektive Wohnen geht in Betrieb – In der Raja-Ilinauk-Straße in Jenfeld ziehen die ersten Flüchtlinge mit Bleibeperspektive ein

    Am 14. Dezember ist Hamburgs erste „Unterkunft mit Perspektive Wohnen“ in Wandsbek in Betrieb gegangen. Die ersten 55 Flüchtlinge mit Bleibeperspektive sind in die Neubauten in der Raja-Ilinauk-Straße (Elfsaal) gezogen.

    Die Menschen kommen vor allem aus Gemeinschaftsunterkünften in Wandsbek, wo sie bereits erste Integrationsschritte, z. B. Deutsch lernen, getan haben. Zu 60 Prozent sind es Familien, zu 40 Prozent Alleinstehende, Hauptherkunftsländer sind Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Afghanistan.

    Nach und nach werden 800 Menschen an den Standort ziehen. Betreiber der Unterkunft ist das städtische Unternehmen fördern und wohnen (f & w), das auf demselben Grundstück bereits eine öffentliche Unterbringung mit 352 Plätzen betreibt. Insgesamt 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von f & w unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner bei der gesellschaftlichen Integration und fördern nachbarschaftliche Beziehungen in umliegende Quartiere. Dabei arbeiten sie mit den Akteuren vor Ort – wie Schulen, Kindertagesstätten, Ämtern und Freiwilligen – zusammen. Auf dem Gelände entsteht in der zweiten Jahreshälfte 2017 auch eine neue Kita.

    „Unterkunft mit Perspektive Wohnen“ (UPW) steht für ein Konzept, das vor dem Hintergrund der hohen Zuzugszahlen von Flüchtlingen nach Hamburg im Jahr 2015 entwickelt wurde. Aufgrund des Ausnahme-Paragraphen 246 des Baugesetzbuchs können Unterkünfte für Flüchtlinge ohne langwierige Genehmigungsverfahren errichtet werden. UPW werden im Standard des sozialen Wohnungsbaus von Investoren errichtet und geben ausschließlich geflüchteten Menschen mit Bleibeperspektive ein Zuhause auf Zeit, bis diese eine Wohnung gefunden haben. Nach und nach sollen die Wohnungen dauerhaft dem Wohnungsmarkt und damit weiteren Kreisen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Dazu wird das Planrecht für den Wohnungsbau auf der Fläche am Elfsaal geschaffen. Mittelfristig entsteht ein gemischtes Quartier.

    Die SAGA GWG hat die Häuser am Elfsaal errichtet und an fördern und wohnen vermietet. Marina Sokolowski ist bei f & w verantwortlich für den Betrieb des Standortes. „Wer hier einzieht, kann das selbstständige Wohnen üben, also eigene Strom- und Telefonverträge abschließen, sich an der Gestaltung des Quartiers aktiv beteiligen“, sagt Sokolowski. Dies bedeute für die Menschen einen weiteren Integrationsschritt. Es gebe auch mehr Privatsphäre und weniger bauliche Barrieren als in gewöhnlichen Unterkünften. „Dadurch können wir Menschen mit körperlichen Einschränkungen mehr Teilhabe ermöglichen.“

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