Quartier als Begegnungsraum – Fachtag stellte innovative Ansätze für Inklusion im Stadtteil vor

    Wie entwickelt man ein Quartier zu einem vielfältigen Lebensort? Und wie können die verschiedenen Akteure im Stadtteil inklusive Begegnungsräume schaffen? Diesen Fragen ist am 30. November der Fachtag „Quartier als Begegnungsraum“ im Bürgersaal Wandsbek mit rund 200 Teilnehmern nachgegangen.

    In Referaten und einer Podiumsdiskussion beleuchteten Experten das Thema aus stadtplanerischer und sozialwissenschaftlicher Sicht. Eingeladen hatten zu der Veranstaltung die beiden Sozialunternehmen BHH Sozialkontor und fördern und wohnen zusammen mit dem Bezirksamt Wandsbek im Rahmen der Woche der Inklusion 2016.

    Bernd Kniess, Professor für Urban Design an der Hafencity Universität Hamburg, widmete sich in seinem Referat der Idee einer „inklusiven Stadt“: "Eine Stadt, die den in ihr wohnenden Menschen in allen Lebensbereichen Zugang, Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglicht, kann eine inklusive genannt werden." Michael Lindenberg, Professor für Organisation Sozialer Arbeit an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie Hamburg, schärfte den Blick dafür, dass ein Sozialraum durch unsere Wahrnehmung und Deutung entstehe. „Er kann sich im Tagesverlauf wandeln, je nachdem wer ihn gerade nutzt“, so Lindenberg. Auch Machtstrukturen spielten eine Rolle: „Sie legen sich fein und unsichtbar über den Ort und bestimmen, wer dazugehört und wer ausgegrenzt wird.“ Auf die Fachvorträge folgte eine lebhafte Diskussion mit Betroffenen, Initiativen und Vertretern von Politik und Wohnungswirtschaft.

    BHH Sozialkontor gGmbH
    Die Angebote der BHH Sozialkontor gGmbH haben zum Ziel, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen durch professionelle Unterstützung und Assistenz eine umfassende und uneingeschränkte Teilhabe am gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

    f & w fördern und wohnen AöR ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. In und um Hamburg unterstützt es Menschen in schwierigen Lebenslagen. Der Wohnverbund Farmsen bietet Menschen, die nicht in der eigenen Wohnung leben können oder wollen, ein geschütztes Zuhause mit vielfältigen therapeutischen Angeboten, Begleitung im Alltag sowie Hilfe bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben.

    Vortrag Michael Lindenberg (PDF, 87 kb)

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