Stadtteilschule Wilhelmsburg eröffnet „Werkstatt ohne Grenzen“ in Erstaufnahme Dratelnstraße für Flüchtlinge

    Zwölf junge Flüchtlinge können dank der Stadtteilschule Wilhelmsburg erste praktische Erfahrungen in der Holz- und Metallverarbeitung machen.

    Auf dem Gelände der Erstaufnahme Dratelnstraße wurde dafür die "Werkstatt ohne Grenzen" eingerichtet. Ein Gewerbelehrer der Stadtteilschule unterrichtet die jungen Männer ab 18 Jahren. Das städtische Sozialunternehmen fördern und wohnen, das die Wilhelmsburger Erstaufnahme-Einrichtung betreibt, hat die Räume zur Verfügung gestellt.

    Es geht darum, dass Geflüchtete Grundfertigkeiten im Handwerk lernen, um sich beruflich zu erproben. An den Maschinen können aber auch Einrichtungsgegenstände repariert oder einfache Produkte hergestellt werden. "Man geht einer sinnvollen Tätigkeit nach, der Tag bekommt Struktur, und womöglich eröffnen sich berufliche Perspektiven", sagt Gewerbelehrer Peter Klemme, Initiator des Projekts.

    Die komplette Werkstattausstattung im Wert von 20.000 Euro mit Werkbänken, Dreh- und Fräsmaschine, Schweißgerät und vielem mehr bekam das Projekt von der Geschwister Scholl Schule in Osdorf gespendet. In der Dratelnstraße haben die Flüchtlinge die Maschinen selbst aufgebaut und ihre eigene Werkstatt eingerichtet. Nun kann das Werken beginnen. An zwei Tagen in der Woche findet der dreistündige "Grundkurs Holz und Metall" statt. Das Hamburger Spendenparlament hat die Honorar- und Sachkosten für ein Jahr übernommen.

    Auch Rosanna Paulsen, Bereichsleiterin bei fördern und wohnen, freut sich über das Projekt: "Gerade die Gruppe junger Männer, an die sich die Werkstatt richtet, kommt bei Angeboten von Freiwilligen oft zu kurz. Umso wertvoller ist das Engagement der Stadtteilschule. Wir sind sehr dankbar dafür."

    Öffentlichkeitsarbeit/ Pressesprecherin

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