Richtigstellung zu einem AfD-Post auf Facebook vom 21. Juni

    Thema Flüchtlingsunterkunft Averhoffstraße

    Die AfD Hamburg hat am 21. Juni 2018 auf ihrem Facebook-Profil behauptet, in der Averhoffstraße in Hamburg-Uhlenhorst seien „Premium-Wohnungen“ für „Illegale“ mit Parkettböden und eigener Kita entstanden. Dies ist falsch.

    Richtig ist Folgendes:

    In der Averhoffstraße in Uhlenhorst ist in einer ehemaligen Gewerbeschule eine Wohnunterkunft für Geflüchtete eingerichtet worden. Es handelt sich um öffentliche Unterbringung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit, wie es sie in Hamburg an ca. 120 weiteren Standorten gibt.

    Die untergebrachten Menschen erhalten keine Mietverträge, sondern ein Bett in einem 2-Bett-Zimmer und teilen sich Küchen und Sanitäranlagen. Die Wohneinheiten haben allerdings einen wohnungsartigen Zuschnitt, damit sie später als normale Wohnungen genutzt werden können, wenn die Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr nötig ist. Dann könnten z. B. vordringlich wohnungssuchende Menschen aus Hamburg dort wohnen. Die Unterkunft hat Vinylböden, kein Parkett.

    Öffentliche Unterbringung ist nicht kostenlos. Wer sie in Anspruch nimmt, hat eine Gebühr zu entrichten. Ist die Person mittellos, übernimmt die öffentliche Hand die Gebühr bis auf Weiteres. Der Bund trägt bei Flüchtlingen den größten Teil dieser Kosten.

    Beim Umbau der ehemaligen Gewerbeschule zu einer Flüchtlingsunterkunft wurde zugleich das Gebäude saniert. Der Sanierungsbedarf war hoch: Das Dach war undicht, die Wände waren feucht, und die Fenster mussten ersetzt werden. Daraus resultieren die relativ hohen Herrichtungskosten von (nach jetzigem Stand) 11 Mio Euro.

    Die Kindertagesstätte, die im selben Gebäude wie die Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wird, hat nichts mit der Unterkunft zu tun, sondern bietet Kita-Plätze für den Stadtteil.

    Selbstverständlich bringt f & w keine „Illegalen“ unter. Alle Menschen, die in der Averhoffstraße untergebracht sind, haben einen asylrechtlichen Status, der ihren Aufenthalt in Deutschland und ihre öffentliche Unterbringung vorsieht. Keine Person ist ausreisepflichtig.

    Das Personal von f & w am Standort hat den in Hamburg geltenden Personalschlüssel von 1 Sozialarbeiter/in pro 80 Bewohner/innen. Pro 160 Bewohner/innen ist 1 Hausmeister tätig.

    Öffentlichkeitsarbeit/ Pressesprecherin

    Susanne Schwendtke

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