Coronavirus: Was geschieht, wenn in einer Unterkunft ein Verdachtsfall auftritt?

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Information – Aushänge an allen Standorten

An allen Standorten informiert f & w seit Ende Februar mit Aushängen in einfacher Sprache, verschiedenen Fremdsprachen und mit  Piktogrammen über das Coronavirus. Die Aushänge weisen darauf hin, dass Menschen mit Covid-19-typischen Krankheitssymptomen die 116 117 anrufen sollen. Wenden sich Bewohnerinnen und Bewohner mit Verdacht auf eine Infektion an das Team der Unterkunft oder das Notfallmanagement von f & w, so stellt f & w eine Kontaktaufnahme zu medizinischen Fachleuten sicher.

Ärztinnen und Ärzte ordnen Tests an

Bei begründetem Verdacht auf Covid-19 führt  eine Ärztin oder ein Arzt einen Test durch. f & w informiert das zuständige Gesundheitsamt. Ist der Test positiv, ordnet das Gesundheitsamt für die betroffene Person häusliche Quarantäne an. Für alle Personen, die in derselben Wohneinheit wie die positiv getestete Person leben, wird – gemäß Richtlinien des Robert Koch Instituts – ebenfalls Quarantäne angeordnet. Positiv getestete Personen melden an das zuständige Gesundheitsamt, zu welchen Menschen sie in letzter Zeit engen Kontakt hatten, und benachrichtigen diese Menschen. Während der Quarantäne halten die Gesundheitsämter Kontakt zu Betroffenen.

Quarantäne am vertrauten Ort

Oft handelt es sich bei den Kontaktpersonen derselben Wohneinheit um Familienangehörige. Im Fall einer Wohngemeinschaft sind auch Nicht-Verwandte von der Quarantäne betroffen. Analog zu Menschen, die in Wohnungen in Mehrfamilienhäusern leben, sollen Bewohnerinnen und Bewohner von Unterkünften mit abgeschlossenen Wohneinheiten ihre Quarantäne in der vertrauten Umgebung einhalten. „Abgeschlossene Wohneinheiten“ bedeutet, dass die Unterkunft baulich aus einzelnen Wohnungen mit Zimmern, Küche, Diele, Bad besteht.

Gemeinschaftsunterkünfte

Bei Standorten ohne abgeschlossene Wohneinheiten spricht man von Gemeinschaftsunterkünften. Hier teilen sich mehrere Haushalte mehrere Küchen, Bäder und Toiletten. Häusliche Quarantäne ist hier aufwendiger als an Standorten mit abgeschlossenem Wohnraum. Für Infektionsfälle in Gemeinschaftsunterkünften gibt es deshalb die Möglichkeit einer Verlegung an den Quarantäne-Standort Horner Rennbahn (Jugendherberge).

Schutz der anderen Bewohnerinnen und Bewohner

Die anderen Bewohnerinnen und Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft werden vor einer Infektion geschützt, indem positiv getestete Personen isoliert sind – wie vom Gesundheitsamt angeordnet – und die Gemeinschaftsflächen, zum Beispiel Treppenhäuser, gemäß einem speziellen Covid-19-Reinigungs- und Desinfektionsplan gereinigt werden. Alle Maßnahmen werden fortlaufend mit den Gesundheitsämtern sowie dem Institut für Hygiene und Umwelt abgestimmt.

f & w unterstützt die Betroffenen

f & w achtet Bewohnerinnen und Bewohner als unabhängige Menschen und fordert ihre Verantwortung für das Einhalten von Hygiene- und Quarantäne-Regeln ein. Gleichzeitig unterstützt f & w die Betroffenen dabei, ihre Quarantäne-Auflagen zu erfüllen. Auf Wunsch organisiert das Team der Unterkunft zum Beispiel für einen Haushalt unter Quarantäne die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, sofern dies nicht Verwandte oder Freunde der Betroffenen übernehmen. Wenn nötig, verständigt f & w medizinische Hilfe.

Hygiene und Abstand halten in der Unterkunft

Bei rund 75 % der Plätze in Wohnunterkünften von f & w  handelt es sich um abgeschlossene Wohneinheiten. Wer sich eine abgeschlossene Wohneinheit teilt, gilt als häusliche Gemeinschaft. In Treppenhäusern oder im Außengelände muss, wie überall in Hamburg, Abstand zu Menschen gehalten werden, die nicht zur häuslichen Gemeinschaft gehören. Wo das nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner kaufen für sich selbst ein – dazu gehören auch Seife, Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Bedeckung. Wer kein eigenes Einkommen hat, erhält Sozialleistungen.

Spezielle Erstaufnahme für Asylsuchende seit Ende Februar

Neueingereiste Asylsuchende werden in Hamburg alle auf das Coronavirus getestet. In der Erstaufnahme Neuer Höltigbaum werden von Covid-19 Betroffene isoliert untergebracht, bis ihre Quarantäne aufgehoben ist. In den Erstaufnahmen für Asylsuchende werden Handkontaktflächen im Unterbringungsbereich 3 Mal täglich gereinigt, in den Zugängen und Kantinen wurden zusätzliche Desinfektionsmittel-Spender aufgestellt.

Wir sind da

Gerade in dieser herausfordernden Zeit sind wir für die Menschen da, die jetzt dringend Unterstützung brauchen. Unsere Fachkräfte beraten die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin – mit Abstand und Infektionsschutz-Vorkehrungen. An Standorten mit gesundheitlich besonders gefährdeten Menschen tragen die Mitarbeitenden Mund-Nasen-Schutz. Ein Personalwechsel wird dort vermieden.
 

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