Fachtag: Straßensozialarbeit für obdachlose Menschen in Hamburg

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Am 13. Januar kamen rund 60 Expertinnen und Experten der Wohnungslosenhilfe zum Fachtag bei fördern und wohnen (f & w) zusammen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Caritas Hamburg und f & w. Alle 3 sind beteiligt am Projekt „Visite Sozial“. 4 Straßensozialarbeiterinnen von f & w sind seit Anfang 2019 auf den Straßen Hamburgs unterwegs und fahren mit dem Krankenmobil der Caritas mit. Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Der Fachtag hatte zum Ziel, die Vernetzung von „Visite Sozial“ mit anderen Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeitern auszubauen.

Impulse und Workshops

Ein Talk mit den Straßensozialarbeiterinnen und -arbeitern von „Visite Sozial“ gab Einblick in die praktische Arbeit. 2 spannende Impulsvorträge folgten: Prof. Dr. med. Ingo Schäfer, Universitätsklinikum Eppendorf Hamburg, informierte über psychische Erkrankungen und der Berliner Straßensozialarbeiter Juri Schaffranek, Gangway e. V., schilderte die Situation der Straßensozialarbeit in Berlin.

In 4 Workshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander, brachten ihre Ideen ein und erarbeiteten Handlungsempfehlungen für die Zukunft:

  • Grundsätze und Wirkfaktoren mit Juri Schaffranek, Gangway e. V.
  • Sucht und psychische Erkrankungen mit Andrea Hniopek, Caritas Hamburg
  • Rechte und Desintegration Obdachloser mit Melanie Anger, fördern und wohnen
  • Unterstützende Sozialarbeit bei Institutionen mit Markus Adamaszek, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Positives Echo aus Teilnehmerkreis

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten, das EHAP-Projekt „Visite Sozial“ als große Bereicherung des Hamburger Hilfesystems für Obdachlose zu betrachten. Die Straßensozialarbeit „Visite Sozial“ stellt mit viel Kompetenz und Fremdsprachen-Kenntnissen Kontakt zu den Betroffenen her und schafft es, Klientinnen und Klienten in schwierigen Lebenssituationen zu betreuen, die zuvor noch nicht erreicht wurden. Beispielsweise gelang es dem Team, einen Tuberkulose-Erkrankten an die medizinische Versorgung anzubinden.

Mehr erfahren: Straßensozialarbeit Visite Sozial

 

Sozialarbeiterinnen und -arbeiter tauschen sich beim Fachtag aus
Expertinnen und Experten der Straßensozialarbeit tauschen sich in Workshop aus
Austausch zum Fachtag
fördern und wohnen
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