Hafenbahnpark: Siegerentwurf für sozial gemischtes Wohnquartier

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Zwischen Veddel und Wilhelmsburg schafft das städtische Unternehmen fördern und wohnen (f & w) ein neues Wohnquartier: Der „Hafenbahnpark" wird 350 Wohnungen für vielfältige Zielgruppen bieten. f & w investiert dafür rund 100 Mio Euro. Es entstehen überwiegend öffentlich geförderte Wohnungen – auch für Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben – sowie ein geringer Anteil frei finanzierter Wohnungen. Zum Quartier gehören auch kleine Läden. Es soll 2024 fertiggestellt werden.

Städtebaulicher Entwurf

Für das circa 1,55 Hektar große Grundstück, das f & w gehört, wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Ziel war es, das bisher nicht ausgeschöpfte Wohnraumpotenzial des Grundstücks zu entwickeln und sowohl für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Menschen in der Nachbarschaft ein angenehmes Wohn- und Lebensumfeld zu schaffen.

Der Siegerentwurf steht nun fest: Das Berliner Architekturbüro LIN Architekten Urbanisten hat die Jury mit dem städtebaulichen Konzept einer Kammstruktur aus 16 unterschiedlich hohen Wohnhäusern überzeugt. Die Struktur spielt auf die typischen Hamburger Wohnterrassen, wie etwa Falkenried, an. Offene und geborgene Freiflächen schaffen Begegnungsräume. Der Entwurf sieht eine Struktur vor, die sich zur Umgebung öffnet und zum Besuch einlädt. Eine zusammenhängende Gebäudeeinheit mit Laubengängen schirmt das Quartier vom Lärm des östlich gelegenen Bahndamms ab.

Baubeginn 2020 geplant

Der Baubeginn ist für 2020 geplant. Auf dem Areal befinden sich aktuell Wohnhäuser mit 72 Wohnungen aus den 1970er-Jahren, deren Sanierung nicht wirtschaftlich ist. Zwei Häuser stehen bereits leer und werden demnächst abgebrochen. Die derzeit dort Wohnenden ziehen entweder vor Ort in fertige Bauabschnitte um oder bekommen Wohnungen in der Nähe angeboten.

Statements

Dr. Arne Nilsson, Sprecher der Geschäftsführung, fördern und wohnen: „Wir wollen das Quartier An der Hafenbahn lebenswerter machen und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Wir helfen mit, den Wohnungsbedarf in Hamburg zu erfüllen, indem wir dort unterschiedlichen Mietergruppen ein Zuhause geben – auch und gerade Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt sonst kaum Chancen haben. Der städtebauliche Entwurf fördert durch seine Architektur das soziale Miteinander im Quartier, aber auch im Stadtteil.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor: „Ich freue mich sehr über dieses Projekt und den Mut von fördern und wohnen. Es entsteht ein ungewöhnliches Wohnprojekt an einem ungewöhnlichen Ort. Der Entwurf von Finn Geipel reagiert mit einer klaren, lärmschützenden Kontur nach außen und schafft im Inneren eine vielgestaltige Wohnwelt.“

Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass fördern und wohnen hier durch Rück- und Neubau auf dem Areal ein neues Wohnumfeld mit verschiedenen Wohnformen schafft, das sowohl für die vorhandene Nachbarschaft als auch für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner Qualitäten mit sich bringt, die diesen Stadtraum positiv beeinflussen werden.“

Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte: „Der nun prämierte Siegerentwurf des Büros LIN Architekten verfolgt eine städtebauliche Lösung, die sowohl verschiedene Nutzungsansprüche vereint als auch sozialräumliche und lärmtechnische Anforderungen in überzeugender Weise aufgreift. Der Entwurf setzt sich bewusst von dem umliegenden Städtebau der 1920er Jahre ab und schafft so auch vielfältige Außenräume für die Bewohnerinnen und Bewohner. Wir freuen uns, dass fördern und wohnen bereit war, diese städtebauliche Neuordnung im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens mit uns anzugehen. Ich freue mich schon auf die Realisierung dieses spannenden und sehr innovativen Entwurfs!“

Visualisierung zum Download (Credit: Google Earth mit Image Landsat/Copernicus/PONNIE)

Siegerentwurf Hafenbahnpark

Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Roberto Klann und Dr. Arne Nilsson, Geschäftsführung von f & w, präsentieren den Siegerentwurf

Visualisierung des neuen Quartiers

Visualisierung des neuen Quartiers Hafenbahnpark, Credit: Google Earth mit Image Landsat/Copernicus/PONNIE

Susanne Schwendtke, Pressesprecherin
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