Haus Elfsaal – ein Ort der Selbstorganisation und Begegnung

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Das Haus Elfsaal von fördern und wohnen (f & w) in der Raja-Ilinauk-Straße 57 ist das Zentrum zweier Unterkünfte für Geflüchtete in Jenfeld – und zum Ort der Begegnung von Menschen aus ganz Hamburg geworden. Das Programm von Montag bis Sonntag ist voll: Deutsch-Kurse, Kochen, Sport und Fitness, Frauen-Treff und Jobsuche. Für die Kinder gibt es Spiel- und Bastelangebote, den „Leseleo“ und den „Falkenflitzer“. Am Wochenende bieten die Gruppe Amalona und der Wir können e. V. Sprachkurse mit paralleler Kinderbetreuung an, in der sie Spiel und Sprache verbinden. Außerdem gibt es im Haus  Sprechstunden von Hebammen, der Polizei, dem Quartiersmanagement und der Freiwilligeninitiative „Welcome to Wandsbek“. Im April hat eine Fahrradwerkstatt eröffnet. „Wir haben hier eine große Vielfalt an Aktivitäten und zugleich Besonderheiten wie ein Bewerbungstraining und die Hebammensprechstunde“, fasst Teamleiter Klaus Lohmann zusammen.

Engagierte mit Fluchthintergrund aktiv

Besonders sei auch, dass im Haus Elfsaal Menschen mit Fluchthintergrund ehrenamtliche Angebote etabliert haben. Die syrische Initiative Amalona bietet samstags eine Inklusionsgruppe an, in der sie auch behinderte Kinder betreut. Die ehrenamtliche Gruppe ist divers: Geflüchtete und langjährige Hamburgerinnen und Hamburger, Männer und Frauen, Jüngere und Ältere sind bei Amalona aktiv. Zum Frauentag am 8. März haben sie sich mit Frauenrechten beschäftigt. Die Idee entstand gemeinsam mit dem Team von f & w. Ihre gestalteten Plakate haben sie bei einem Umzug durch das Quartier präsentiert.

Über den Tellerrand kochen

Jeden Monat wird im Haus Elfsaal „über den Tellerrand“ gekocht. Eine Gruppe von Freiwilligen und Geflüchteten bringt Alteingesessene, Zugezogene und Geflüchtete aus ganz Hamburg zusammen. Erst kochen sie gemeinsam, dann wird zusammen gegessen – und natürlich viel geredet. Am 22. Juni waren über  20 Menschen da, die aus Altona, Bergedorf und von der Veddel nach Jenfeld kamen, davon über 10 Geflüchtete. Am 17. August um 17:00 Uhr findet das nächste Mal die Kochsession im Haus Elfsaal statt. Anmeldung über: hamburg@ueberdentellerrand.org

Vielfalt an langen Tafeln

Essen verbindet und das zeigte auch das bunte Fastenbrechen am 24. Mai. Bewohnerinnen und Bewohner tafelten in der Raja-Ilinauk-Straße auf: die langen Tafeln bestückten sie mit selbst zubereiteten afghanischen, syrischen und eritreischen Speisen. Um 21:27 Uhr begann das gemeinsame Essen. „Alle waren eingeladen, auch Nachbarinnen und Nachbarn und Mitarbeitende. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener nationaler und religiöser Herkunft zusammenkommen und gemischt an Tischen sitzen“, erzählt Lohmann.

Ein wichtiger Nebeneffekt: Dieses Jahr hatte das Unterkunftsteam von f & w angeregt, dass alle eigenes Geschirr und Besteck mitbringen. So wurde der Müll auf ein Zehntel reduziert, der durch Einweggeschirr entstanden wäre.

Mehr erfahren: Unterkünfte mit der Perspektive Wohnen

Aktivität im Haus Elfsaal
fördern und wohnen
Heidenkampsweg 98
20097 Hamburg
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