Vom Bewohner zum Kollegen

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Vor drei Jahren sprach Omran Alhamed kein Wort Deutsch, lebte in der Erstaufnahme Jenfelder Moorpark, und an einen Job war nicht zu denken. Heute sieht für den 30-Jährigen, der 2015 vor dem syrischen Bürgerkrieg geflohen ist, alles anders aus: Er hat Deutsch bis C1-Niveau gelernt, lebt in einer Wohngemeinschaft und hat einen Arbeitsplatz. 

Arbeit- statt Unterkunftsgeber

Seit August gehört er zum Team der Kreditorenbuchhaltung im Finanzmanagement von fördern und wohnen (f & w). Omran Alhamed ist froh, dass er den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt so schnell geschafft hat. Und ihm gefällt es bei seinem Arbeitgeber: „Die Leute hier sind sehr nett und hilfsbereit.“ Viel Hilfe braucht der studierte Wirtschaftswissenschaftler aber nicht, denn Fachkenntnisse bringt er aus seiner Tätigkeit als Finanzbuchhalter beim Roten Halbmond in Syrien mit. „Herr Alhamed hat sich sehr schnell eingearbeitet“, sagt Marion Steinwachs aus dem Finanzmanagement, „durch seine freundliche, hilfsbereite Art hat er sich toll ins Team eingefügt.“ Bei der Bewerbung geholfen hat eine andere f & w Mitarbeiterin, die sich privat für gute Nachbarschaft mit Geflüchteten in Bahrenfeld engagiert, wo Omran Alhamed eine Zeit lang in der Wohnunterkunft Notkestraße lebte. Hier hatten ihm die Unterkunfts- und Sozialmangerinnen bereits ein Praktikum in der Pflege vermittelt.

Mit Vereinsengagement für Frieden einsetzen

Omran Alhamed ist dankbar für die Hilfe. Jetzt will er anderen Geflüchteten helfen, sich zu integrieren. Mit Bekannten gründet er dafür gerade den Verein „Friedensbrücke“. Und wer sich die bürokratische Herausforderung einer deutschen Vereinsgründung zutraut, der ist wahrlich gut integriert.

Alhamed in seinem Team

Ein guter Teamplayer: Omran Alhamed mit seinen Kolleginnen

Susanne Schwendtke, Pressesprecherin
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20097 Hamburg
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