Winternotprogramm 2018/19 – mehr als ein warmes Bett

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Bei fördern und wohnen laufen die Vorbereitungen für das Winternotprogramm 2018/19. Das städtische Unternehmen wird ab 1. November rund 650 zusätzliche Übernachtungsplätze für obdachlose Menschen anbieten – für Frauen, Männer und Paare. Zwei Standorte werden derzeit dafür hergerichtet. In der Friesenstraße 22 in Hammerbrook standen bereits letzten Winter 400 Plätze zur Verfügung. Neu ist der Standort in der Kollaustraße 15 in Lokstedt mit 249 Plätzen. Er ersetzt den Standort Schaarsteinweg, der im Winter 2017/18 zum letzten Mal zur Verfügung stand.

7 Tage die Woche ab 17:00 Uhr geöffnet

Das städtische Winternotprogramm bietet obdachlosen Menschen bis Ende März einen Erfrierungsschutz für die Nacht. Täglich öffnet es um 17:00 Uhr, um 9:30 Uhr schließt es. Dann stehen die Hamburger Tagesstätten als warme Aufenthaltsorte zur Verfügung.

Frische Bettwäsche, eigener Spind und barrierefreie Plätze

Im Winternotprogramm gibt es Betten in Mehrbettzimmern, Bettzeug und Bettwäsche, abschließbare Spinde, Toiletten, Duschen und Waschmaschinen. Wer jeden Abend wiederkommt, kann „sein“ Bett während der gesamten Laufzeit nutzen. Für Menschen mit Körperbehinderung stehen barrierefreie Zimmer und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung. Für Frauen gibt es geschützte Bereiche, in denen ausschließlich weibliches Wachpersonal arbeitet.

Beratung: Fragen stellen, Ansprüche klären, Hilfe erhalten

Die Teams von fördern und wohnen wollen obdachlosen Menschen nicht nur einen Schutz für die Nacht geben, sondern sie auch dabei unterstützen, einen Weg aus der Obdachlosigkeit zu finden. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten den Nutzerinnen und Nutzern des Winternotprogramms deshalb Beratung an. „Welche Ansprüche auf öffentliche Unterbringung habe ich?“, „Wie kann ich eine Pflegestufe beantragen?“, „Wer hilft mir, wenn ein Arbeitgeber mich nicht korrekt entlohnt?“ – diese und weitere Fragen können im Gespräch geklärt werden.

Engagement am Abend

Seit Jahren gehören zum Winternotprogramm auch die Teams aus Freiwilligen des „Fördervereins Winternotprogramm“. Jeden Abend bereiten sie aus gespendeten und zugekauften Lebensmitteln mit viel Engagement ein kostenfreies Abendbrot zu – mit Schnittchen, warmer Suppe und oft auch einem Nachtisch. Kaffee und Tee gibt es abends und morgens.

Mehr: Winternotprogramm-Standorte von fördern und wohnen

Zimmer im Winternotprogramm
Susanne Schwendtke, Pressesprecherin
Grüner Deich 17
20097 Hamburg
040 428 35 33 45
040 428 35 35 84