Jubiläumsjahr bei fördern und wohnen

„Da sein! Seit 400 Jahren“ – unter diesem Motto beging fördern und wohnen (f & w) 2019 das 400-jährige Jubiläum öffentlicher Fürsorge in Hamburg.

Begegnung, fachlicher Dialog und Ausblicke in die Zukunft standen im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen.

9. September 2019: Feiern und Fachdebatte

Am 9. September luden wir zum feierlichen Festakt und zur Zukunftswerkstatt „Eine für alle – die soziale Stadt von morgen“ in das Thalia Theater ein. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Fachinstitutionen sowie Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner kamen zusammen.

In unserer Dokumentation von Festakt und Zukunftswerkstatt (PDF) haben wir Impulse und Erinnerungen zusammengefasst.

 

Grußwort von Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Grußwort von Petra Lotzkat, Staatsrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und Vorsitzende des Aufsichtsrats von f & w

Grußwort von Dr. Arne Nilsson, Sprecher der Geschäftsführung von f & w

Fachbeitrag von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Soziologe und Autor

Vielfalt und Begegnung: Quartiersfeste

In den Sommermonaten vor dem Jubiläumstag organisierten wir an verschiedenen Standorten von f & w in Hamburg Quartiersfeste. Klientinnen und Klienten von f & w, Freiwillige, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner sowie Nachbarinnen und Nachbarn feierten Vielfalt und Begegnung.

Damals: Zuflucht und Strafvollzug unter einem Dach

Im Jahr 1619 wurde am Alstertor der Grundstein für das „Werk- und Zuchthaus“ gelegt. Wo heute das Thalia Theater steht, widmete sich erstmals eine städtische Institution in Hamburg der Überwindung von Armut und Obdachlosigkeit.

Strafvollzug, Flüchtlings- und Obdachlosenunterbringung waren miteinander vermischt. Zwangsarbeit gehörte zum Alltag. Dafür fand man ein sicheres Dach über dem Kopf, bekam zu essen und wurde medizinisch versorgt. Erst mit der Zeit trat Fürsorge in den Vordergrund.

Heute: „Gutes“ Wohnen und Hilfe zur Selbsthilfe

Der Kontrast zwischen 1619 und 2019 könnte größer kaum sein: Heute geht es um Hilfe zur Selbsthilfe und Mut-machen. Schlafsäle und Bevormundung sind kleineren Wohneinheiten und Beratung gewichen. Gut vernetzte Fachkräfte setzen sich bei f & w dafür ein, dass gesellschaftliche Teilhabe gelingt.

Eines verbindet das Damals mit dem Heute: die Idee, dass jemand da ist für diejenigen, die sonst ohne Hilfe sind. Der es mit den allerschwierigsten Lebensumständen aufnimmt. Und Chancen schafft, wo Menschen chancenlos scheinen.

Susanne Schwendtke, Pressesprecherin
Heidenkampsweg 98
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