Jubiläumsjahr bei fördern und wohnen

„Da sein! Seit 400 Jahren“ – unter diesem Motto begeht fördern und wohnen (f & w) das 400-jährige Jubiläum öffentlicher Fürsorge in Hamburg.

Begegnung, fachlicher Dialog und Ausblicke in die Zukunft stehen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen.

Damals: Zuflucht und Strafvollzug unter einem Dach

Im Jahr 1619 wurde am Alstertor der Grundstein für das „Werk- und Zuchthaus“ gelegt. Wo heute das Thalia Theater steht, widmete sich erstmals eine städtische Institution in Hamburg der Überwindung von Armut und Obdachlosigkeit.

Strafvollzug, Flüchtlings- und Obdachlosenunterbringung waren miteinander vermischt. Zwangsarbeit gehörte zum Alltag. Dafür fand man ein sicheres Dach über dem Kopf, bekam zu essen und wurde medizinisch versorgt. Erst mit der Zeit trat Fürsorge in den Vordergrund.

Heute: „Gutes“ Wohnen und Hilfe zur Selbsthilfe

Der Kontrast zwischen 1619 und 2019 könnte größer kaum sein: Heute geht es um Hilfe zur Selbsthilfe und Mut-machen. Schlafsäle und Bevormundung sind kleineren Wohneinheiten und Beratung gewichen. Gut vernetzte Fachkräfte setzen sich bei f & w dafür ein, dass gesellschaftliche Teilhabe gelingt.

Eines verbindet das Damals mit dem Heute: die Idee, dass jemand da ist für diejenigen, die sonst ohne Hilfe sind. Der es mit den allerschwierigsten Lebensumständen aufnimmt. Und Chancen schafft, wo Menschen chancenlos scheinen.

2019: Feiern und Fachdebatte

„Da sein! Seit 400 Jahren“ lautet daher das Motto des Jubiläumsjahres. f & w wird es mit einer zentralen Veranstaltung im Thalia Theater im September begehen. Zuvor finden über das Jahr Quartierfeste an verschiedenen Standorten in Hamburg statt.

Klientinnen und Klienten von f & w, Freiwillige, die Fachöffentlichkeit und die Nachbarinnen und Nachbarn an den Standorten werden einbezogen. Statt Rückschau und Chronik geht es um die Frage, wie die soziale Stadt der Zukunft aussehen könnte und sollte.

fördern und wohnen freut sich auf ein angeregtes, debattenreiches Jubiläumsjahr.

Susanne Schwendtke, Pressesprecherin
Heidenkampsweg 98
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