Von Heizung bis Türe das Klima im Blick
Hauswart:innen aus unterschiedlichen Standorten bilden sich gemeinsam weiter: Wie hier bei einem von insgesamt 2 Schulungsterminen.
Im April und Mai kamen 27 Hauswarte und Hauswart:innen zu Schulungen zusammen. Sie arbeiten in 26 Wohnunterkünften und Mietwohnanlagen von Fördern & Wohnen.
Ressourcen sparen, wo möglich
Unsere sogenannten Technischen Dienste sind in allen Standorten von F&W eingesetzt: In Wohnunterkünften, Erstaufnahmen und Miethäusern. Täglich sind sie für die Wartung, Reparaturen sowie für die Installation neuer Möbel und Geräte zuständig, führen aber je nach Einrichtung auch Maler- oder Sanitärarbeiten durch.
In ihrer Arbeit liegt ein großer Hebel für mehr Klimaschutz: Denn Technische Dienste werden vor Ort aktiv, wenn eine Heizung aufgibt, Schranktüren aus den Angeln fallen oder ein Wasserhahn tropft. Deshalb nennen sie viele „das Rückgrat unserer Einrichtungen“.
In der Schulung informierten sich die Teilnehmenden auch zu der Frage, wie sie in ihrer täglichen Arbeit möglichst ressourcensparsam und mit Blick auf den Energieverbrauch vorgehen können. Sie fanden Raum, sich auszutauschen und vom Wissen ihrer Kolleg:innen zu profitieren.
Strom sparen durch messen
Dabei war das Thema Energieeffizienz ein zentraler Teil. Eine Expertin aus dem Team Energie und Umwelt von F&W vermittelte den Teilnehmenden praxisnahe Tipps zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung im Arbeitsalltag. Im Fokus stand, den Stromverbrauch von Geräten zu erkennen und zu messen und konkrete Einsparmöglichkeiten im Alltag sichtbar zu machen.
Darüber hinaus wurde besprochen, worauf bei der Zusammenarbeit mit Wartungsfirmen zu achten ist, um einen energieeffizienten Betrieb der technischen Anlagen sicherzustellen. Ergänzend gab es Hinweise zum richtigen Lüften und Heizen. In einer Praxisübung untersuchten die Teilnehmenden, unter welchen Bedingungen Schimmel entstehen kann und wie sich dies vermeiden lässt. So kann Energie gespart und Schimmel vorgebeugt werden.
Von der Heizung …
Beim Heizen ist ein energiebewusster Umgang ausschlaggebend. Hierzu haben sich die Mitarbeitenden zur Wartung, den Einstellungen der Wärmeverteilung und anderen Maßnahmen fortgebildet.
Das Handwerksteam von F&W berichtete, wie eine gut gelungene Heizungswartung am besten abläuft und welche Einstellungen zur Solltemperatur, Nachtabsenkung und Umschalttemperatur geeignet sind.
… bis zur Reparatur
Viel Zeit in der Schulung kam der Praxis zugute. Ein Mitarbeiter des Technischen Dienstes zeigte,
- wie die Reparatur von Türscharnieren an Schränken möglich ist. Da Originalteile teuer sind, kann alternativ eine Reparatur mit einem Klavierband erfolgen. Die Erfahrung aus Wohnunterkünften zeigt: Diese Lösung ist enorm haltbar, bisher wurde keine erneute Reparatur notwendig.
- wie anhand eines Duschschlauches das Abflussrohr gespült werden kann. Fast alle, nämlich 95 % der Verstopfungen, sind auf diese Weise lösbar.
- wie mit einem sogenannten „Zieh fix“ Schlösser aus einer Tür entfernt werden können und dabei die Tür intakt bleibt.
Eigene Erfahrungen mit Reparaturen, Erfolgsgeschichten und was am besten hilft: Dazu kam die Runde anschließend ins Gespräch.
Piloteinrichtungen für Abfalltrennung
Auch eine Mitarbeiterin der Stadtreinigung Hamburg motivierte zur Abfalltrennung und gab Tipps für den Umgang mit getrennten Müllbehältern. Die Schulung ist Teil des Projekts „Klimafreundlicher Betrieb“. Seit Frühjahr 2026 pilotieren wir die Einführung der Abfalltrennung an 30 Standorten. Ab 2027 planen wir die Trennung von Restmüll, Wertstoff und Papier an allen Standorten von F&W. Das Ziel: bis 2030 unsere Restmüllmenge um 15 % zu reduzieren. Begleitend finden Aktionstage und Schulungen in den Einrichtungen statt.