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Lebensplätze: Für geschützten Lebensabend

Zum Tag der Wohnungslosen: Einzelzimmer für wohnungslose, ältere Männer in guter Begleitung
11. September 2026

Platz zum Leben: Lebensplätze. Menschen, die vorher keinen solchen Ort hatten, betagte, wohnungslose und oft erkrankte Männer, finden an 2 Standorten in Hamburg ein dauerhaftes Zuhause:

  • In der Neustadt haben wir in einem Neubau direkt neben der Not-Übernachtungsstätte Pik As dieses Jahr Lebensplätze eröffnet.
  • In Bergedorf stellen wir Lebensplätze in der Wohnunterkunft Achterdwars bereit.  

Ein Lebensplatz in der Neustadt neben dem Pik As.

Dach über dem Kopf, aber unbefristet

Wer einen Lebensplatz hat, bewohnt ein eigenes Zimmer mit einer kleinen Küchenzeile und einem Bad – ohne Befristung bis ans Lebensende. In der Neustadt sind die Zimmer barrierearm oder barrierefrei, alle Etagen sind durch einen Aufzug zu erreichen.

Viele der Bewohner sind älter und leben teilweise seit Jahren in einer Wohnunterkunft. Sie haben wenig Perspektive, eine eigene Mietwohnung zu finden und dort einen Alltag aufzubauen. 

Sie bekommen Unterstützung und Beratung im Alltag durch das Sozialmanagement vor Ort: Der Personalschlüssel ist höher als in Wohnunterkünften, das Team kann deswegen im Alltag mit Begleitung zu Terminen außer Haus unterstützen, findet passende Angebote für die Personen, führt regelmäßige Gespräche und hat immer ein offenes Ohr. Hauswarte übernehmen Reparaturen. 

Wenn Bewohner:innen sie benötigen, erhalten sie ambulante Pflege durch Pflegedienste.  

Alle Plätze vergeben 

Inzwischen sind alle Zimmer vergeben, eine Bewerbung ist nicht möglich. Um einen Lebensplatz zu bekommen, ist ein Bescheid für öffentlich-rechtliche Unterbringung nötig. 

Sozialpädagogische Einzelfallhelfer:innen von F&W schlagen geeignete Personen für die Lebensplätze vor, begleiten den Prozess der Aufnahme und die Umzüge. Die Aufnahme- und Vermittlungsstelle von F&W weist die Plätze zu. Für viele Bewohner kann der sogenannte „Drehtüreffekt“ endlich durchbrochen werden: Der schier ewige Kreislauf aus der Obdachlosigkeit in Einrichtungen und wieder zurück ist vorbei.