Vor Ort

Neuer Beirat in Farmsen

Gewählte Beiratsmitglieder vertreten erstmals Interessen aller Klientinnen und Klienten in der Assistenz in der Sozialpsychiatrie. Wer sind sie und was haben sie vor?
29. Mai 2026

Andreas Voigt und Dagmar Deppe im Innenhof vom Traberweg.

Gemeinsam für alle: Um die Anliegen von Klientinnen und Klienten der Assistenz in der Sozialpsychiatrie (kurz ASP) zu vertreten, gibt es erstmals einen Beirat für alle Standorte. Dieser besteht aus 4 Personen: Dagmar Deppe, Andrea Spiewok, Andreas Voigt und Alexander Grisson sind dabei. 

Mehr als 200 Menschen mit psychischen Erkrankungen in Hamburg-Farmsen nehmen die Assistenz von F&W in Anspruch. Sie leben selbstständig in der eigenen Wohnung und in Wohngemeinschaften. Unsere Assistenzkräfte begleiten sie im Alltag, unterstützen z. B. bei Fragen rund um das Hilfesystem, Finanzen, sozialen Kontakten und der Gesundheit.  

Klient:innen-Beirat für alle Standorte

Für die Wahl haben Klient:innen von F&W vorab ihre Favoriten vorgeschlagen. Anschließend haben alle Klientinnen und Klienten 4 von ihnen gewählt.  

Die Assistenzkräfte haben ihre Büros in 3 Einrichtungen: In den Treffpunkten Traberweg, Kaskadenpark und Meilerstraße. Die Leistungen der Assistenz werden sowohl in den Treffpunkten als auch aufsuchend in der eigenen Wohnung der Klient:innen erbracht.

Was macht ein Beiratsmitglied?

Die gewählten Beiratsmitglieder fungieren als Bindeglied zwischen Klient:innen und den Mitarbeitenden. Ein Hauptaugenmerk ihrer Arbeit liegt in den Anliegen und Wünschen der anderen Klient:innen. Sie nehmen diese auf und tragen sie während der Beiratssitzungen, die 1mal pro Monat stattfinden, vor. 

Ihr Amt gibt ihnen die Möglichkeit, mitzubestimmen und Angebote mitzugestalten: zum Beispiel stimmen sie für die Anschaffung eines Bücherregals im Treffpunkt Traberweg. Sie verfügen über Mitspracherecht und können Veränderungen vorantreiben. So kam auch der Wunsch nach mehr trägerübergreifenden Ausflügen auf, um den Klient:innen die Gelegenheit zu bieten, ihre gewohnten Kreise zu erweitern. 

„Ich biete — ich suche“

Ein weiterer Punkt kam beim Beiratstreffen auf: Der Wunsch, Dienstleistungen und Wissen untereinander auszutauschen. Viele Klient:innen freuen sich über Hilfe beim Anbringen einer Lampe, Justieren eines Regals oder anderen handwerklichen Tätigkeiten. Als Ort des Austauschs schlug der Beirat das Schwarze Brett vor. Kärtchen mit dem Text „Ich biete – ich suche“ sollen hier bald zum Ausfüllen zur Verfügung stehen.  

Teilnahme am Qualitätszirkel

Zudem haben die Beiratsmitglieder die Möglichkeit zur Teilnahme am Qualitätszirkel von F&W, in dem standortübergreifende Themen besprochen werden. 

„Es muss ja alles seine Ordnung haben.“ Oder: Warum Beirat?

Warum Dagmar Deppe sich für den Posten der Beirätin hat aufstellen lassen? „Es muss ja alles seine Ordnung haben. Dafür sind wir da.“

Andreas Voigt ergänzt: „Wir sind das Sprachrohr von oben nach unten und unten nach oben.“

Damit alle Bewohner:innen und Klient:innen Gehör finden.